Teilnahme am Markt der Möglichkeiten

Vergangenen Samstag fand im Rahmen der Deutschen Aktionstage Nachhaltigkeit im ChamissoGarten der „Markt der Möglichkeiten“ statt. Unter dem Motto Tu’s für dich und die Welt – Zukunft jetzt! wurden Beispiele für mehr Nachhaltigkeit im täglichen Leben vorgestellt. In verschiedenen Bereichen des wunderschönen Gemeinschaftsgartens waren u.a. Stände zu den Themen Unverpackt einkaufen, Regionalwährung Maingold, Selber machen statt kaufen aufgebaut.

Darüber hinaus konnten Kerzen aus Bienenwachs hergestellt und Saatgut aus dem Garten selbst abgefüllt werden. Es gab eine Rallye durch den Garten, die zu den 17 UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung führte.

Unsere Solawi Luisenhof war auch vertreten und informierte über Solidarische Landwirtschaft im Allgemeinen. An einem trockenen Plätzchen in einem alten Gewächshaus stellten wir mit Flyern und Fotos die verschiedenen Aspekte der Solidarischen Landwirtschaft dar. Ein ganzer Tisch voll leckerem Gemüse (im Umfang eines großen Anteils) zeigte anschaulich, an welchen Produkten wir Solawisten uns zur Zeit erfreuen können. Jede*r Interessierte konnte sich einen kleinen Hokkaido-Kürbis mitnehmen und so selbst erfahren, dass Solidarische Landwirtschaft neben allen anderen Aspekten vor allem auch etwas mit Genuss zu tun hat.

Hier ein paar Eindrücke – ein Foto anklicken, dann öffnet sich die Galerie:

(Den Bericht hat Beate von der Kerngruppe geschrieben, danke dafür!)

Saatgutwerkstatt Bingenheim: Führung für SoLawis am 13. September

Gerrit Jansen, Koordinator der Region „Hessischer-Main“ des Netzwerks Solidarische Landwirtschaft, lädt Mitglieder, GärtnerInnen und Landwirte von solidarischen Landwirtschaftsinitiativen der Region „Hessischer-Main“ rund um Frankfurt ein, am 13.9.2019 um 10.30 Uhr an einer Führung durch die Saatgutwerkstatt Bingenheim teilzunehmen.

Die Führung gibt einen Einblick in die Saatgutreinigung, die Saatgut-Diagnostik und in den Versand und die Kommissionierung. Während und nach der Führung können Hintergrundfragen gestellt werden. Was heißt „samenfeste Sorten“ oder „Saatgut ist Kulturgut“? Was hat dies mit Nachhaltigkeit zu tun? Wer ist Eigentümer vom Saatgut? Welche Folgen haben Patente auf Saatgut? Wo und wie wird das Saatgut angebaut und werden die Sorten gezüchtet? Nach welchen Kriterien geschieht dies?
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Neujahrsgrüße vom Luisenhof

Liebe SoLawi-Gemeinschaft,

wir wünschen Euch alles Gute für das neue Jahr und unserem gemeinsamen Projekt weiterhin gutes Gedeihen!

Schon Mitte Dezember sind unsere lieben rumänischen Mitarbeiter in ihre Heimat aufgebrochen, um dort Weihnachten zu feiern – und wir sind für ein paar Wochen ein reiner „Familienbetrieb“. Mit zunehmender Arbeit kehren sie im neuen Jahr nach und nach wieder zum Luisenhof zurück.

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Das Glück der Solawistin – Gastbeitrag von Gisela Schmidt

Hallo Luisenhof,

über Eure Nachrichten und die Bilder freue ich mich immer wieder sehr. Jetzt weiß ich, wie Möhren geerntet werden – wunderbar! An dieser Stelle will ich mal kundtun, wie zutiefst zufrieden ich als „SoLawistin“ bin. Seit knapp 6 Wochen hole ich mein Gemüse jede Woche von diesem Häuschen in Bockenheim ab.

Da wird ausgesucht, abgewogen und in der Fahrrad-Tasche vorsichtig verstaut, manchmal kurze Begegnungen, aber das Besondere in diesen Momenten ist, was ich erlebe, wenn ich das Gemüse in meine Hände nehme. Ich fühle mich fast wie beschenkt. Was gerade noch in der Erde war ist jetzt für uns, für mich geerntet worden, in seiner Schönheit und Vielfalt. Das ist neu in dieser Form und steht sicher in Zusammenhang, dass ich den Hof und Euch durch das Erntedankfest etwas kennenlernen konnte. So sage ich danke für all das, was Ihr tut!

Das Kürbis-Risotto von Verena Gründel wurde bereits gekocht. Hier war für mich neu, die Schale auch zu verwenden; so hat das Gericht nochmal einen anderen Biss erhalten – sehr lecker.

Am Sonntag dann das Möhren-Chutney: Bei der Zugabe von Honig hatte ich Bedenken. Weil Honig nicht über 40° erhitzt werden sollte, ist er erst zum Schluss von mir untergehoben worden. Beim nächsten Mal werde ich Zucker nehmen, dann wird das Chutney sicher etwas fester. Herausgekommen sind bei der Mengenangabe 3 Gläser a´400-500 ml köstliches Chutney. Rezepte zu erfinden gehört leider nicht zu meinen Talenten, drum hier mein Dank für die Verweise, die ja auch so nebenbei zu weiteren Solawi-Höfen und ihren Praktiken führen.
Alles interessant und spannend – dazu später mehr.

Herbstliche Grüße an Alle, Gisela

Erntedankfest 2018

Es war ein stürmischer Tag, als wetterfeste Solawisten zum Luisenhof kamen, um Erntedank zu feiern und über ihre Erfahrungen mit der solidarischen Landwirtschaft zu sprechen.

Wie ist der Luisenhof mit der Dürre zurecht gekommen? Sechs Monate hat es fast keinen Regen gegeben. Luise konnte die Solawisten beruhigen: Da der Winter sehr nass war und die Brunnen im Luisenhof gut gefüllt, gab es keinen Wassermangel auf dem Hof. Allerdings kostete das Bewässern der Beete viel Arbeitszeit.

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„Vertrauen und Solidarität“ – Masterarbeit von Karen Schewina über SoLawi

Die praktische Solidarität ist das wesentliche Merkmal, das die Solidarische Landwirtschaft von anderen einkaufsgemeinschaftlichen Modellen oder vom Bezug einer Biokiste unterscheidet. Solidarität mit dem/der Landwirt/in und Solidarität unter den Mitgliedern. Darauf weist Karen Schewina in ihrer Masterarbeit in Kulturanthropologie hin, für die sie 18 Monate über SoLawi geforscht, mit Solawisten gesprochen, die Praxis beobachtet und Dokumente analysiert hat.

Als Idee ist SoLawi eingebettet in die notwendigen Veränderungen der landwirtschaftlichen Produktion weltweit, wie sie Experten, die Weltbank und die Vereinten Nationen fordern, um Hunger und Nährstoffdefiziten zu begegnen. Die solidarische Landwirtschaft sei „ein Ansatz, Nahrungsmittel regional zu produzieren, indem Konsument_innen Mitverantwortung für die Produktion von Lebensmitteln übernehmen, die nach ihren Bedürfnissen und so umwelt- und ressourcenschonend wie möglich angebaut werden“, betont Karen.

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