August 2019: Von Selbstläufern und Sorgenkindern

Die Zucchini, Tomaten, Gurken und Paprika gedeihen gut auf dem Luisenhof. Domnica und Andrea haben alle Hände voll zu tun, um die prächtigen Zucchini zu ernten. Die verschiedenen Salate und den Fenchel werdet Ihr in den nächsten Monaten in Euren Kisten finden. Wir pflanzen noch einmal Salat nach, und wenn das Wetter mitspielt und es keinen zu kalten Herbst gibt, werdet Ihr ihn Anfang November auf den Tellern haben.

Unser Sorgenkind auf dem Hof ist der Winterkohl, also Wirsing, Rosenkohl und Rotkohl. Diese Gemüse mögen die Trockenheit und die Hitze nicht. Wie man am letzten Foto gut erkennen kann, ist der Kohl sehr mickrig. Er braucht Regen von oben und kühle Nächte. Wir hacken und pflegen aktuell die Beete und hoffen, dass er sich noch erholt.

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Hochsommer auf dem Luisenhof

Die Sommer-Fruchtgemüse (Gurken, Zucchini, Tomaten, Paprika, Auberginen) wachsen bei dieser Wärme sehr gut, sie müssen aber täglich bewässert werden, denn der Boden ist schon wieder sehr trocken. Unbeliebt ist diese Witterung bei der Familie der Kohlgewächse.

Für die großen Flächen betreiben wir Getreideanbau – 10 Hektar Weizen und 5 Hektar Roggen – der an die Firma Bauck vermarktet wird. Das Getreide wird „im Lohn gedroschen“, d.h. den Mähdrescher samt Fahrer bestellen wir beim Bodenverband. Bei diesem Wetter wollen natürlich auch die anderen Bauern der Region dreschen, deshalb gibt es ein regelrechtes Gedrängel um die Maschinen. Der Mähdrescher arbeitete sehr schnell, weil er ein breites Schneidwerk hat – eigentlich ist er für uns ein bisschen zu schnell. Wir müssen jetzt viele Wagen bereit stellen, da wir so schnell gar nicht einlagern können. Mit dem Wagen wird das Korn vom Feld geholt und in einen sogenannten Körner-Sumpf gekippt. Von dort wird es ins Silo verfrachtet. Der Zeitpunkt des Dreschens war optimal, denn das Getreide kam trocken genug vom Feld und muss nicht nachgetrocknet werden. Wenn die Nächte wieder kühler sind, wird mit einem Gebläse von unten kalte Luft durch das Getreide gepustet. Es verbleibt bei uns im Silo, bis die Firma Bauck es abholt, irgendwann im Laufe des Winters oder bis zum Frühling.

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Impressionen vom Luisenhof

Wie steht’s um das Gemüse? Um diese drängende Frage zu beantworten, zeigen wir Euch heute, wie es auf dem Acker und in den Gewächshäusern aktuell aussieht. Gurken, Tomaten, Bohnen und Zwiebeln können in absehbarer Zeit geerntet werden, auf Zucchini, Möhren und Kürbis müsst Ihr noch ein bisschen warten. (Ein Bild anklicken, dann öffnet sich die Galerie)

Ein schönes Treffen auf dem Luisenhof

Am 26. Mai haben wir uns auf dem Luisenhof getroffen. Die SoLawisten haben geackert und gejätet, den Hof und einander kennengelernt und über die Weiterentwicklung der solidarischen Gemeinschaft mit dem Luisenhof gesprochen. Nach dem Genuss von Kaffee, Kuchen und anderen Leckereien fanden sich die SoLawis in Gruppen zusammen, um über Probleme und Verbesserungen in ihrer jeweiligen Abholstelle zu diskutieren.

Anbei einige Impressionen des sonnigen Tages. (Ein Bild anklicken, dann öffnet sich die Galerie)

Abschied und Neubeginn: Wie Bienen sich vermehren

Luise lässt uns heute an der Entstehung eines neuen Bienenvolks teilhaben. Von einem ihrer Muttervölker ist ungefähr die Hälfte der Bienen mit einer Königin losgeflogen, sie bilden zuerst eine Schwarmwolke und sammeln sich dann als Schwarmtraube. In acht Metern Höhe haben sich die Bienen auf einem Ahornbaum niedergelassen. Die Kunst des Imkers ist es nun, die Schwarmtraube in eine neue Behausung zu bekommen, denn Luise will das neu entstehende Bienenvolk verschenken. Mithilfe einer Gabelstaplerkiste wird der Ast mit der Schwarmtraube herabgelassen. Luise schüttelt den Ast mit der Schwarmtraube kräftig in einen Beutel ab und klappt ihn zu. Die nächste vorübergehende Behausung ist ein Pappkarton. Am Abend sieht man viele Bienen außen am Karton hängen. Bevor der neue Schwarm sein endgültiges Zuhause bei Freunden in Frankfurt findet, wird er in eine Holzkiste umgelagert.

Luise erklärt: „So läuft es beim Schwärmen ab. Das ist die ganz normale Weise, wie Bienen sich vermehren, eine Art Neugeburt. Einmal komplette Auflösung, dann Schwarmtraube. Es war gut, dass die Nacht kalt war, dann zieht sich die Traube eng zusammen, dadurch wissen die Bienen nicht mehr, aus welchem Volk sie stammen. Sie können nicht mehr zurückfliegen und sich in die neue Behausung einfliegen.“

Es sind wunderschöne Fotos entstanden. (Ein Bild anklicken, dann öffnet sich die Galerie)

Grüne Aussichten

Ende letzter Woche hat Daniel den Acker vermessen. Für die Frühkartoffeln ist ein Hektar vorgesehen. Nach der Vermessung wird der Boden vorbereitet und die ersten Pflanzen ins Freiland gesetzt. Auch für das Zwiebelfeld wurde das Land heute ausgemessen und im Anschluss gesät. Zwiebeln können sehr früh gesät werden. Die Luzerne, das ist der Klee, den wir zur Gründüngung verwenden und zur Bodenregenerierung anbauen, säen wir jetzt ebenfalls. Weil wir die Bodenfeuchtigkeit der letzten Regenfälle ausnutzen wollen, sind unsere Tage und auch das Wochenende sehr arbeitsreich. Bei optimalen Bedingungen – zu nass darf der Boden auch nicht sein – wird der Samen in den Boden gebracht und schön angewalzt. Er hat dann Anschluss an die Feuchtigkeit, das ist wichtig, falls es in nächster Zeit nicht regnet. Die Wurzeln wachsen dann sozusagen der Winterfeuchtigkeit hinterher.

Der Feldsalat ist seit Mitte Februar im Tunnel gewachsen. Durch das feucht-warme Klima im geschützten Anbau wächst er gut. Aber die Struktur der Pflanzen ist im geschützten Anbau nicht so fest und knackig wie im Freiland sondern eher zart. Deshalb rasch verspeisen, wenn ihr ihn in eurer Kiste findet!

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