November auf dem Luisenhof

Das Jahr geht dem Ende entgegen. Die letzten Möhren warten auf die Ernte, dann wird auf dem gerodeten Acker Weizen gesät. Überall ist Matsch, wir tragen ihn vom Feld auf den Hof, er entsteht auch beim Möhren waschen. Mit der Frontladerschaufel bringen wir ihn zurück und schütten ihn in die Ackerfurchen. Jetzt hoffen wir auf trockenes Wetter mit Sonne und Wind, damit der Matsch oben etwas trocknet. Dann können wir die nötigen Maschinenarbeiten noch erledigen. Die Gewächshäuser werden leer geräumt. Einige Felder pflügen wir noch um und wenn wir das erledigt haben, können wir die Maschinen waschen und den Hof säubern.

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Plädoyer für Zichoriengewächse

Auf unseren Feldern wachsen zurzeit prächtig Zuckerhutsalat, Endivien und Radicchio – sie gehören zur Familie der Zichoriengewächse und sind wegen der enthaltenen Bitterstoffe sehr gesund.

Man kann diese Salat gut mit Früchten kombinieren – wir essen den Zuckerhutsalat sogar ohne Marinade, in dem wir die Blätter aufrollen und knabbern. Der Radichio wird in der italienischen Küche gern gebraten und mit Pasta serviert, der Endivien schmeckt wunderbar mit Orangen, Walnüssen und Senfvinaigrette. Appetit bekommen?

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Besuch aus Korea

Anfang September war eine koreanische Besuchergruppe zu Gast auf dem Luisenhof. Im Rahmen eines vom südkoreanischen Ministerium für Landwirtschaft finanzierten 4-tägigen Deutschlandaufenthalts sollten 20 SchülerInnen von landwirtschaftlichen Oberschulen die Lage der deutschen Landwirtschaft kennen lernen. Die Dolmetscherin, die mit der Organisation des Lernprogramms beauftragt war, fand die Internetpräsenz des Luisenhofs bei ihrer Recherche und war begeistert: Nach unserer Meinung ist die solidarische Landwirtschaft eine zukunftsfähige Form der Landwirtschaft und der Luisenhof ein Paradebeispiel für solidarische Landwirtschaft, so die Dolmetscherin. Da konnten wir natürlich nicht nein sagen und luden die jungen Studenten und ihre Lehrer auf den Hof ein.

Korea leidet unter einer großen Landflucht, die junge Leute ziehen überwiegend in die Städte. Um die eigene Ernährung zu sichern, ist der Staat auf der Suche nach neuen Formen der Lebensmittelproduktion.

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Kürbisernte im September

Am Samstag sind 20 SoLawisten von klein bis groß auf den Luisenhof gekommen, um mit uns bei schönstem Sonnenschein Kürbisse zu ernten. In nur zwei Stunden waren die Felder abgeräumt, danach gab es einen Imbiss und wer wollte, konnte noch über den Hof laufen und das Gemüse beschauen. Danke für die schöne Zusammenarbeit!
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August 2019: Von Selbstläufern und Sorgenkindern

Die Zucchini, Tomaten, Gurken und Paprika gedeihen gut auf dem Luisenhof. Domnica und Andrea haben alle Hände voll zu tun, um die prächtigen Zucchini zu ernten. Die verschiedenen Salate und den Fenchel werdet Ihr in den nächsten Monaten in Euren Kisten finden. Wir pflanzen noch einmal Salat nach, und wenn das Wetter mitspielt und es keinen zu kalten Herbst gibt, werdet Ihr ihn Anfang November auf den Tellern haben.

Unser Sorgenkind auf dem Hof ist der Winterkohl, also Wirsing, Rosenkohl und Rotkohl. Diese Gemüse mögen die Trockenheit und die Hitze nicht. Wie man am letzten Foto gut erkennen kann, ist der Kohl sehr mickrig. Er braucht Regen von oben und kühle Nächte. Wir hacken und pflegen aktuell die Beete und hoffen, dass er sich noch erholt.

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Hochsommer auf dem Luisenhof

Die Sommer-Fruchtgemüse (Gurken, Zucchini, Tomaten, Paprika, Auberginen) wachsen bei dieser Wärme sehr gut, sie müssen aber täglich bewässert werden, denn der Boden ist schon wieder sehr trocken. Unbeliebt ist diese Witterung bei der Familie der Kohlgewächse.

Für die großen Flächen betreiben wir Getreideanbau – 10 Hektar Weizen und 5 Hektar Roggen – der an die Firma Bauck vermarktet wird. Das Getreide wird „im Lohn gedroschen“, d.h. den Mähdrescher samt Fahrer bestellen wir beim Bodenverband. Bei diesem Wetter wollen natürlich auch die anderen Bauern der Region dreschen, deshalb gibt es ein regelrechtes Gedrängel um die Maschinen. Der Mähdrescher arbeitete sehr schnell, weil er ein breites Schneidwerk hat – eigentlich ist er für uns ein bisschen zu schnell. Wir müssen jetzt viele Wagen bereit stellen, da wir so schnell gar nicht einlagern können. Mit dem Wagen wird das Korn vom Feld geholt und in einen sogenannten Körner-Sumpf gekippt. Von dort wird es ins Silo verfrachtet. Der Zeitpunkt des Dreschens war optimal, denn das Getreide kam trocken genug vom Feld und muss nicht nachgetrocknet werden. Wenn die Nächte wieder kühler sind, wird mit einem Gebläse von unten kalte Luft durch das Getreide gepustet. Es verbleibt bei uns im Silo, bis die Firma Bauck es abholt, irgendwann im Laufe des Winters oder bis zum Frühling.

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Impressionen vom Luisenhof

Wie steht’s um das Gemüse? Um diese drängende Frage zu beantworten, zeigen wir Euch heute, wie es auf dem Acker und in den Gewächshäusern aktuell aussieht. Gurken, Tomaten, Bohnen und Zwiebeln können in absehbarer Zeit geerntet werden, auf Zucchini, Möhren und Kürbis müsst Ihr noch ein bisschen warten. (Ein Bild anklicken, dann öffnet sich die Galerie)