Abschied und Neubeginn: Wie Bienen sich vermehren

Luise lässt uns heute an der Entstehung eines neuen Bienenvolks teilhaben. Von einem ihrer Muttervölker ist ungefähr die Hälfte der Bienen mit einer Königin losgeflogen, sie bilden zuerst eine Schwarmwolke und sammeln sich dann als Schwarmtraube. In acht Metern Höhe haben sich die Bienen auf einem Ahornbaum niedergelassen. Die Kunst des Imkers ist es nun, die Schwarmtraube in eine neue Behausung zu bekommen, denn Luise will das neu entstehende Bienenvolk verschenken. Mithilfe einer Gabelstaplerkiste wird der Ast mit der Schwarmtraube herabgelassen. Luise schüttelt den Ast mit der Schwarmtraube kräftig in einen Beutel ab und klappt ihn zu. Die nächste vorübergehende Behausung ist ein Pappkarton. Am Abend sieht man viele Bienen außen am Karton hängen. Bevor der neue Schwarm sein endgültiges Zuhause bei Freunden in Frankfurt findet, wird er in eine Holzkiste umgelagert.

Luise erklärt: „So läuft es beim Schwärmen ab. Das ist die ganz normale Weise, wie Bienen sich vermehren, eine Art Neugeburt. Einmal komplette Auflösung, dann Schwarmtraube. Es war gut, dass die Nacht kalt war, dann zieht sich die Traube eng zusammen, dadurch wissen die Bienen nicht mehr, aus welchem Volk sie stammen. Sie können nicht mehr zurückfliegen und sich in die neue Behausung einfliegen.“

Es sind wunderschöne Fotos entstanden. (Ein Bild anklicken, dann öffnet sich die Galerie)

Grüne Aussichten

Ende letzter Woche hat Daniel den Acker vermessen. Für die Frühkartoffeln ist ein Hektar vorgesehen. Nach der Vermessung wird der Boden vorbereitet und die ersten Pflanzen ins Freiland gesetzt. Auch für das Zwiebelfeld wurde das Land heute ausgemessen und im Anschluss gesät. Zwiebeln können sehr früh gesät werden. Die Luzerne, das ist der Klee, den wir zur Gründüngung verwenden und zur Bodenregenerierung anbauen, säen wir jetzt ebenfalls. Weil wir die Bodenfeuchtigkeit der letzten Regenfälle ausnutzen wollen, sind unsere Tage und auch das Wochenende sehr arbeitsreich. Bei optimalen Bedingungen – zu nass darf der Boden auch nicht sein – wird der Samen in den Boden gebracht und schön angewalzt. Er hat dann Anschluss an die Feuchtigkeit, das ist wichtig, falls es in nächster Zeit nicht regnet. Die Wurzeln wachsen dann sozusagen der Winterfeuchtigkeit hinterher.

Der Feldsalat ist seit Mitte Februar im Tunnel gewachsen. Durch das feucht-warme Klima im geschützten Anbau wächst er gut. Aber die Struktur der Pflanzen ist im geschützten Anbau nicht so fest und knackig wie im Freiland sondern eher zart. Deshalb rasch verspeisen, wenn ihr ihn in eurer Kiste findet!

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Die Pflanzzeit beginnt!

Kalenderwoche 6, Luisenhof, Niederdorfelden: Die Sonne strengt sich an, als wäre der Frühling nicht mehr weit. Wir pflanzen den ersten Salat, der mit den noch kühlen Temperaturen gut fertig wird: Feldsalat, Postelein, Asia Salat, Eichblattsalat und Spinat.

Die schönen Jungpflanzen kommen von der Gärtnerei Natterer aus Vaihingen. Die wenigsten Gärtnereien sind auf Jungpflanzen-Anzucht eingerichtet sind, denn man braucht beheizbare und Klima gesteuerte Gewächshäuser.

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Neujahrsgrüße vom Luisenhof

Liebe SoLawi-Gemeinschaft,

wir wünschen Euch alles Gute für das neue Jahr und unserem gemeinsamen Projekt weiterhin gutes Gedeihen!

Schon Mitte Dezember sind unsere lieben rumänischen Mitarbeiter in ihre Heimat aufgebrochen, um dort Weihnachten zu feiern – und wir sind für ein paar Wochen ein reiner „Familienbetrieb“. Mit zunehmender Arbeit kehren sie im neuen Jahr nach und nach wieder zum Luisenhof zurück.

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Impressionen von der Möhrenernte

Am 1. November wurden die letzten Möhrenfelder gerodet. Weil der Boden noch immer so trocken ist, war es schwer, die Gelben Rüben aus der harten Erde zu ziehen. Es muss immer ein wenig Erde an den Möhren bleiben, sonst werden sie bei der Ernte zerkratzt und ihre Haut wird im Lager braun. Deshalb haben wir den Acker noch ein mal bewässert.

Jetzt ist es geschafft, die Ernte war gut, die Karotten sind schön, sie haben die perfekte Größe und wir sind zufrieden 🙂

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Der Herbst ist da

Auf dem Luisenhof werden gerade die Gewächshäuser abgeräumt und neu bepflanzt. Nur die Tomaten durften etwas länger stehen, weil sie in diesem Jahr so schön gewachsen sind. Aber jetzt ist es zu kalt, die Früchte werden nicht mehr rot. Wir legen Euch die orangenen Tomaten in Eure Kisten, lasst sie zuhause ein paar Tage liegen, dann reifen sie nach.

Die letzten Tomaten.

Hier seht ihr unseren ersten Feldsalat. Er gehört zu den nährstoffreichsten Salatsorten und verträgt Frost sehr gut. Durch sein nussiges Aroma ist er nicht nur kulinarisch ein Gewinn, der Verzehr von Feldsalat (auch Rapunzel oder Vogerl genannt) beruhigt und entspannt auch, denn die Pflanze ist ein Baldriangewächs.

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