Plastikfasten – Eure Erfahrungen?

Der BUND – Bund für Umwelt- und Naturschutz – hat auch in diesem Jahr wieder dazu aufgerufen, in der vorösterlichen Fastenzeit auf Plastik zu verzichten. Jedes Jahr entstünden 4,4 Millionen Tonnen neuer Kunststoffverpackungen, es reiche aber nicht aus, Plastik durch Papier zu ersetzen und damit der Wegwerfmentalität lediglich ein anderes Produkt an die Hand zu geben, betont der BUND. Es brauche innovative Ideen, z.B. ein mit Pfand versehenes Mehrweg-Containersystem für Produkte aus der Fleisch- und Käsetheke oder Abfüllstationen etwa für Waschmittel. Nahezu 20 Prozent unseres Plastikmülls landen auch weiterhin über den Export in Ländern wie Malaysia oder Thailand, und so letztendlich über Umwege oftmals in den Weltmeeren. (Mehr dazu hier: Plastikfasten)

In Frankfurt-Bockenheim hat gerade der plastikfreie Laden „Grammgenau“ mit Café eröffnet, der auch nach Hause liefert – mit dem Lastenfahrrad ( Mehr dazu hier.) Auch in anderen Städten gibt es solche Läden. Inzwischen findet man Bücher und Webseiten, die beim plastikfreien Leben helfen und die Presse berichtet auch immer öfter über das Thema.

Was sind Eure Erfahrungen? Habt Ihr Tipps für uns? Wir freuen uns über Eure Kommentare!

„Vertrauen und Solidarität“ – Masterarbeit von Karen Schewina über SoLawi

Die praktische Solidarität ist das wesentliche Merkmal, das die Solidarische Landwirtschaft von anderen einkaufsgemeinschaftlichen Modellen oder vom Bezug einer Biokiste unterscheidet. Solidarität mit dem/der Landwirt/in und Solidarität unter den Mitgliedern. Darauf weist Karen Schewina in ihrer Masterarbeit in Kulturanthropologie hin, für die sie 18 Monate über SoLawi geforscht, mit Solawisten gesprochen, die Praxis beobachtet und Dokumente analysiert hat.

Als Idee ist SoLawi eingebettet in die notwendigen Veränderungen der landwirtschaftlichen Produktion weltweit, wie sie Experten, die Weltbank und die Vereinten Nationen fordern, um Hunger und Nährstoffdefiziten zu begegnen. Die solidarische Landwirtschaft sei „ein Ansatz, Nahrungsmittel regional zu produzieren, indem Konsument_innen Mitverantwortung für die Produktion von Lebensmitteln übernehmen, die nach ihren Bedürfnissen und so umwelt- und ressourcenschonend wie möglich angebaut werden“, betont Karen.

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Was Solawistas noch so anstellen…

Anders wirtschaften, nachhaltig konsumieren, bewusster leben – dazu gibt es viele Ansätze. Wir freuen uns, wenn Solawistas uns berichten, wo sie noch aktiv sind und welche Ideen sie unterstützenswert finden.

Katharina leitet z.B einen Arbeitskreis „Weniger Plastik“, der sich alle zwei Wochen in Kilianstädten trifft. Die Teilnehmer bringen sich mit eigenen Beiträgen ein, z.B. über die Flut von Plastikkarten, es gibt einen Ideenaustausch und es wird nicht nur nach Alternativen zu Plastik gesucht, die Ideen werden auch umgesetzt. Beim letzten Treffen wurde Gesichts- und Hautcreme selbst hergestellt und in mitgebrachten Gläsern abgefüllt. Im Juli wird sich der Arbeitskreis an der Herstellung von Wachstüchern für Käse etc. versuchen.

Das nächste Treffen ist am 9. Juli und findet in den Räumen der AWO in Kilianstädten, Herrnhof 6 (gegenüber vom Rathaus) statt. Beginn ist um 19.00 Uhr. Die Gruppe freut sich über neue Mitglieder.

(Einen guten Artikel zur Verseuchung der Meere durch Mikroplastik findet Ihr hier: KLICK zu Utopia.de)