Solidarisches Tempo in den Abholstellen?

Liebe SoLawisten,

in der letzten Rundmail wurde der Vorschlag gemacht, dass SoLawis, die sich Anteile teilen, die Teilung aufgrund der beengten Platzverhältnisse außerhalb der jeweiligen Abholstelle vornehmen. Hintergrund waren Beschwerden von SoLawis, denen diese Prozedur gelegentlich zu lange dauert.

Dieser Vorschlag kam bei einigen Mitgliedern nicht gut an, sie meldeten sich per Mail und argumentierten gegen diese Änderung. So schreibt Bettina:

„Anteile teilen, aber hoppla – sind wir nicht eine solidarische Gemeinschaft? Ich bin einige Zeit dabei. Es gibt schnelle Solawisten, Langsame , Unverschämte, Redselige, mit und ohne Anhang, alte Junge, junge Alte etc. Ich habe manchmal lange warten müssen, weil manche überfordert sind, mehrere im Raum waren usw.
Solidarisch heißt für mich, immer wieder abzuwägen, warum etwas so ist wie es ist. (…) Vielleicht sollte man bei der Aufnahme einen Test machen, wie schnell jemand die Waren abgreift. Die Langsamen werden dann einfach nicht aufgenommen. Das ist doch Solidarität – die Schnellen sind unter sich!
Wir erwarten Gemüse mit Qualität, das mit sehr viel Mühe für uns großgezogen wird und wollen in Sekunden unsere Körbe füllen und abhauen?! Dann kann ich auch zu ALDI gehen!“

Eine andere SoLawistin schreibt:

„Ich finde die Aufforderung, den Anteil woanders zu teilen leider ziemlich unsolidarisch in einer eigentlich solidarischen Gemeinschaft. Meine Bekannte könnte nämlich sonst nicht am Solawi teilnehmen, da ihr selbst der halbe Ernteanteil zu viel wäre, wir sind quasi sogar doppelt solidarisch.“

Es sind noch mehr Mails in diesem Sinne eingegangen. Um die Diskussion nicht „hinter verschlossenen Türen“ zu führen, wollen wir mit diesem Text die Diskussion eröffnen und Lösungen finden.

Wir freuen uns auf Kommentare!

Ein schönes Treffen auf dem Luisenhof

Am 26. Mai haben wir uns auf dem Luisenhof getroffen. Die SoLawisten haben geackert und gejätet, den Hof und einander kennengelernt und über die Weiterentwicklung der solidarischen Gemeinschaft mit dem Luisenhof gesprochen. Nach dem Genuss von Kaffee, Kuchen und anderen Leckereien fanden sich die SoLawis in Gruppen zusammen, um über Probleme und Verbesserungen in ihrer jeweiligen Abholstelle zu diskutieren.

Anbei einige Impressionen des sonnigen Tages. (Ein Bild anklicken, dann öffnet sich die Galerie)

Termine 2019: Morgen in Echzell-Bingenheim

Morgen, Samstag den 1. Juni um 10.30 Uhr, bietet Gerrit Jansen für Solawi-Mitglieder (und Interessierte) aus Friedberg, Wallernhausen und Luisenhof eine Exkursion zum Thema Saatgutvermehrung an. Treffpunkt: Kronstr. 24 in 61209 Echzell. Anmeldung nicht erforderlich.

Schön wäre, wenn Ihr uns Fotos vom blühenden Gemüse schickt, die wir auf der Webseite veröffentlichen können, an solawi.luisenhof@yahoo.com

Abschied und Neubeginn: Wie Bienen sich vermehren

Luise lässt uns heute an der Entstehung eines neuen Bienenvolks teilhaben. Von einem ihrer Muttervölker ist ungefähr die Hälfte der Bienen mit einer Königin losgeflogen, sie bilden zuerst eine Schwarmwolke und sammeln sich dann als Schwarmtraube. In acht Metern Höhe haben sich die Bienen auf einem Ahornbaum niedergelassen. Die Kunst des Imkers ist es nun, die Schwarmtraube in eine neue Behausung zu bekommen, denn Luise will das neu entstehende Bienenvolk verschenken. Mithilfe einer Gabelstaplerkiste wird der Ast mit der Schwarmtraube herabgelassen. Luise schüttelt den Ast mit der Schwarmtraube kräftig in einen Beutel ab und klappt ihn zu. Die nächste vorübergehende Behausung ist ein Pappkarton. Am Abend sieht man viele Bienen außen am Karton hängen. Bevor der neue Schwarm sein endgültiges Zuhause bei Freunden in Frankfurt findet, wird er in eine Holzkiste umgelagert.

Luise erklärt: „So läuft es beim Schwärmen ab. Das ist die ganz normale Weise, wie Bienen sich vermehren, eine Art Neugeburt. Einmal komplette Auflösung, dann Schwarmtraube. Es war gut, dass die Nacht kalt war, dann zieht sich die Traube eng zusammen, dadurch wissen die Bienen nicht mehr, aus welchem Volk sie stammen. Sie können nicht mehr zurückfliegen und sich in die neue Behausung einfliegen.“

Es sind wunderschöne Fotos entstanden. (Ein Bild anklicken, dann öffnet sich die Galerie)

Grüne Aussichten

Ende letzter Woche hat Daniel den Acker vermessen. Für die Frühkartoffeln ist ein Hektar vorgesehen. Nach der Vermessung wird der Boden vorbereitet und die ersten Pflanzen ins Freiland gesetzt. Auch für das Zwiebelfeld wurde das Land heute ausgemessen und im Anschluss gesät. Zwiebeln können sehr früh gesät werden. Die Luzerne, das ist der Klee, den wir zur Gründüngung verwenden und zur Bodenregenerierung anbauen, säen wir jetzt ebenfalls. Weil wir die Bodenfeuchtigkeit der letzten Regenfälle ausnutzen wollen, sind unsere Tage und auch das Wochenende sehr arbeitsreich. Bei optimalen Bedingungen – zu nass darf der Boden auch nicht sein – wird der Samen in den Boden gebracht und schön angewalzt. Er hat dann Anschluss an die Feuchtigkeit, das ist wichtig, falls es in nächster Zeit nicht regnet. Die Wurzeln wachsen dann sozusagen der Winterfeuchtigkeit hinterher.

Der Feldsalat ist seit Mitte Februar im Tunnel gewachsen. Durch das feucht-warme Klima im geschützten Anbau wächst er gut. Aber die Struktur der Pflanzen ist im geschützten Anbau nicht so fest und knackig wie im Freiland sondern eher zart. Deshalb rasch verspeisen, wenn ihr ihn in eurer Kiste findet!

(Ein Bild anklicken, dann öffnet sich die Galerie)