Teilnahme am Markt der Möglichkeiten

Vergangenen Samstag fand im Rahmen der Deutschen Aktionstage Nachhaltigkeit im ChamissoGarten der „Markt der Möglichkeiten“ statt. Unter dem Motto Tu’s für dich und die Welt – Zukunft jetzt! wurden Beispiele für mehr Nachhaltigkeit im täglichen Leben vorgestellt. In verschiedenen Bereichen des wunderschönen Gemeinschaftsgartens waren u.a. Stände zu den Themen Unverpackt einkaufen, Regionalwährung Maingold, Selber machen statt kaufen aufgebaut.

Darüber hinaus konnten Kerzen aus Bienenwachs hergestellt und Saatgut aus dem Garten selbst abgefüllt werden. Es gab eine Rallye durch den Garten, die zu den 17 UN-Zielen für nachhaltige Entwicklung führte.

Unsere Solawi Luisenhof war auch vertreten und informierte über Solidarische Landwirtschaft im Allgemeinen. An einem trockenen Plätzchen in einem alten Gewächshaus stellten wir mit Flyern und Fotos die verschiedenen Aspekte der Solidarischen Landwirtschaft dar. Ein ganzer Tisch voll leckerem Gemüse (im Umfang eines großen Anteils) zeigte anschaulich, an welchen Produkten wir Solawisten uns zur Zeit erfreuen können. Jede*r Interessierte konnte sich einen kleinen Hokkaido-Kürbis mitnehmen und so selbst erfahren, dass Solidarische Landwirtschaft neben allen anderen Aspekten vor allem auch etwas mit Genuss zu tun hat.

Hier ein paar Eindrücke – ein Foto anklicken, dann öffnet sich die Galerie:

(Den Bericht hat Beate von der Kerngruppe geschrieben, danke dafür!)

work & babbel im Kürbisfeld

Am 12. September 2020 war unser erstes „work & babbel“-Treffen auf dem Luisenhof. In diesem besonderen Jahr gibt es leider keinen Begegnungstag, sondern zwei Tage, an denen wir die Möglichkeit haben, uns auf dem Acker auszutauschen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Am Samstag war der erste der beiden Tage. Um zehn Uhr am Morgen fand sich die frühe Gruppe auf dem Luisenhof ein, dabei zwei der jüngsten SoLawistas ( 3 und 5 Jahre). Luise hatte schon den Traktor parat gestellt, auf dem Anhänger standen große leere Kisten. Am Nachmittag um vierzehn Uhr kam die zweite Gruppe.

Mit beiden Gruppen nacheinander wollen wir aufs Kürbisfeld, die diesjährige Ernte einbringen! Luise fuhr uns mit dem Traktor zum Feld, dann ging es ans Abschneiden der Kürbisse.
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Lob der Kartoffel

Abschiedsworte an Pellka

Jetzt schlägt deine schlimmste Stunde,
Du Ungleichrunde,
Du Ausgekochte, du Zeitgeschälte,
Du Vielgequälte,
Du Gipfel meines Entzückens.
Jetzt kommt der Moment des Zerdrückens
Mit der Gabel! — Sei stark!
Ich will auch Butter und Salz und Quark
Oder Kümmel, auch Leberwurst in dich stampfen.
Musst nicht so ängstlich dampfen.
Ich möchte dich doch noch einmal erfreun.
Soll ich Schnittlauch über dich streun?
Oder ist dir nach Hering zumut?
Du bist so ein rührend junges Blut. —
Deshalb schmeckst du besonders gut.
Wenn das auch egoistisch klingt,
So tröste dich damit, du wundervolle
Pellka, dass du eine Edelknolle
Warst, und dass dich ein Kenner verschlingt.

So richtet Joachim Ringelnatz seine Worte an die Pellkartoffel – und wir freuen uns, dass aus unseren Kartoffeln noch soooo viel anderes gezaubert werden kann!

Der Anbau der Frühkartoffeln erfolgt auf einer Fläche von einem Hektar. Bereits im Juli haben wir mit dem Roden der Frühkartoffeln begonnen. Zuallererst die Sorte Solist (vfk), danach Anuschka (fk), Rosara (vfk) und Sunita (mk). Einen bestimmten Reifegrad müssen unsere Kartoffeln haben, dazu gehört immer eine Überprüfung der Schalenfestigkeit. Die ersten Kartoffeln, die nur eine geringe Schalenfestigkeit zeigen, roden wir sehr vorsichtig: Die Maschine rodet, das Aufsammeln der Kartoffeln erfolgt per Hand, dann werden sie in Kisten verbracht zur kurzfristigen Lagerung.

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