Plädoyer für Zichoriengewächse

Auf unseren Feldern wachsen zurzeit prächtig Zuckerhutsalat, Endivien und Radicchio – sie gehören zur Familie der Zichoriengewächse und sind wegen der enthaltenen Bitterstoffe sehr gesund.

Man kann diese Salat gut mit Früchten kombinieren – wir essen den Zuckerhutsalat sogar ohne Marinade, in dem wir die Blätter aufrollen und knabbern. Der Radichio wird in der italienischen Küche gern gebraten und mit Pasta serviert, der Endivien schmeckt wunderbar mit Orangen, Walnüssen und Senfvinaigrette. Appetit bekommen?

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Besuch aus Korea

Anfang September war eine koreanische Besuchergruppe zu Gast auf dem Luisenhof. Im Rahmen eines vom südkoreanischen Ministerium für Landwirtschaft finanzierten 4-tägigen Deutschlandaufenthalts sollten 20 SchülerInnen von landwirtschaftlichen Oberschulen die Lage der deutschen Landwirtschaft kennen lernen. Die Dolmetscherin, die mit der Organisation des Lernprogramms beauftragt war, fand die Internetpräsenz des Luisenhofs bei ihrer Recherche und war begeistert: Nach unserer Meinung ist die solidarische Landwirtschaft eine zukunftsfähige Form der Landwirtschaft und der Luisenhof ein Paradebeispiel für solidarische Landwirtschaft, so die Dolmetscherin. Da konnten wir natürlich nicht nein sagen und luden die jungen Studenten und ihre Lehrer auf den Hof ein.

Korea leidet unter einer großen Landflucht, die junge Leute ziehen überwiegend in die Städte. Um die eigene Ernährung zu sichern, ist der Staat auf der Suche nach neuen Formen der Lebensmittelproduktion.

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Kürbisernte im September

Am Samstag sind 20 SoLawisten von klein bis groß auf den Luisenhof gekommen, um mit uns bei schönstem Sonnenschein Kürbisse zu ernten. In nur zwei Stunden waren die Felder abgeräumt, danach gab es einen Imbiss und wer wollte, konnte noch über den Hof laufen und das Gemüse beschauen. Danke für die schöne Zusammenarbeit!
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Globaler Klimastreik – Demo am 20.9.2019

Liebe SoLawisten,

wenn am Freitag, 20.9.2019, der Globale Klimastreik mit einer großen Demo (ab 12 Uhr am Opernplatz) begangen wird, werden auch viele Mitglieder von Solidarischen Landwirtschaftsinitiativen mitlaufen. Die „Solawi 42“ aus Frankfurt hat jetzt dazu aufgerufen, gemeinsam als Solawi-Gruppe teilzunehmen.

Zur Vorbereitung lädt Solawi 42 zu einem Demo-Workshop ein: Am Mittwoch, dem 18.09.2019, von 17 bis 20 Uhr, können im Mehrzweckraum und in der Scheune in Alt-Eschersheim 42 gemeinsam Plakate und Transparente gemalt werden. Zur Verfügung steht Werkzeug zum tackern, sägen und schrauben.

Bringt bitte mit:
– wasserfeste Farben
– Pinsel und Gläser
– Kartons, Tücher, Stifte und Farben
– ein paar alte Zeitungen als Unterlagen
– Stäbe, wer welche vorrätig hat
– ggfs. Stoffmalstifte für T-Shirts…

Wer Lust hat mitzumachen, schreibt bitte eine kurze Mail an info@solawi42.org .

August 2019: Von Selbstläufern und Sorgenkindern

Die Zucchini, Tomaten, Gurken und Paprika gedeihen gut auf dem Luisenhof. Domnica und Andrea haben alle Hände voll zu tun, um die prächtigen Zucchini zu ernten. Die verschiedenen Salate und den Fenchel werdet Ihr in den nächsten Monaten in Euren Kisten finden. Wir pflanzen noch einmal Salat nach, und wenn das Wetter mitspielt und es keinen zu kalten Herbst gibt, werdet Ihr ihn Anfang November auf den Tellern haben.

Unser Sorgenkind auf dem Hof ist der Winterkohl, also Wirsing, Rosenkohl und Rotkohl. Diese Gemüse mögen die Trockenheit und die Hitze nicht. Wie man am letzten Foto gut erkennen kann, ist der Kohl sehr mickrig. Er braucht Regen von oben und kühle Nächte. Wir hacken und pflegen aktuell die Beete und hoffen, dass er sich noch erholt.

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Hochsommer auf dem Luisenhof

Die Sommer-Fruchtgemüse (Gurken, Zucchini, Tomaten, Paprika, Auberginen) wachsen bei dieser Wärme sehr gut, sie müssen aber täglich bewässert werden, denn der Boden ist schon wieder sehr trocken. Unbeliebt ist diese Witterung bei der Familie der Kohlgewächse.

Für die großen Flächen betreiben wir Getreideanbau – 10 Hektar Weizen und 5 Hektar Roggen – der an die Firma Bauck vermarktet wird. Das Getreide wird „im Lohn gedroschen“, d.h. den Mähdrescher samt Fahrer bestellen wir beim Bodenverband. Bei diesem Wetter wollen natürlich auch die anderen Bauern der Region dreschen, deshalb gibt es ein regelrechtes Gedrängel um die Maschinen. Der Mähdrescher arbeitete sehr schnell, weil er ein breites Schneidwerk hat – eigentlich ist er für uns ein bisschen zu schnell. Wir müssen jetzt viele Wagen bereit stellen, da wir so schnell gar nicht einlagern können. Mit dem Wagen wird das Korn vom Feld geholt und in einen sogenannten Körner-Sumpf gekippt. Von dort wird es ins Silo verfrachtet. Der Zeitpunkt des Dreschens war optimal, denn das Getreide kam trocken genug vom Feld und muss nicht nachgetrocknet werden. Wenn die Nächte wieder kühler sind, wird mit einem Gebläse von unten kalte Luft durch das Getreide gepustet. Es verbleibt bei uns im Silo, bis die Firma Bauck es abholt, irgendwann im Laufe des Winters oder bis zum Frühling.

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Weniger Plastik im Alltag

Heute stellt SoLawistin Katharina den Arbeitskreis „Weniger Plastik“ vor:

Hallo,

wie auf dem letzten Treffen der Solawisten auf dem Luisenhof erwähnt, gibt es im Umfeld einen Arbeitskreis, der sich mit dem Verzicht auf unnötige Dinge aus Kunststoff beschäftigt.

Wir treffen uns seit Anfang 2018 immer am zweiten Montag im Monat. Mittlerweile haben wir so einige gemeinsame Aktionen gemacht und bemühen uns, immer mehr Menschen einzubinden. Dazu gehören sowohl Privatpersonen, die bei unseren Treffen herzlich willkommen sind, als auch Gewerbetreibende etc. Ein paar Aktionen beschreibe ich kurz, damit Ihr eine Vorstellung bekommt, was wir so machen und ob es sich lohnt, mal vorbeizukommen:

Wir haben eigene Gesichtscreme hergestellt, die ohne Mikroplastik auskommt. Wir haben Wachstücher gemacht, die Küchenfolie ersetzen kann – um Käse zu verpacken etc. Wir haben Reinigungsmittel nach verschiedenen Rezepten ausprobiert und können nun auf einige Chemikalien und ihre Plastikverpackung verzichten.

Es gibt einen Teil unserer Gruppe, der sich unter dem Logo „Schöneck-verpackt-net.“ an die Kleingewerbetreibenden unserer Gemeinde gewendet hat. Diese bekommen eine Internetseite und können auch in ihren Läden aushängen, dass sie auf bestimmte Kunststoffverpackungen o.Ä. verzichten.

Ein anderer Teil nahm Kontakt mit unserem Rewe in Kilianstädten auf, wo wir demnächst einen Probetisch und Plakate für die Kunden haben werden, damit sich jede/r informieren kann, wie weit Kunststoff ersetzbar oder vermeidbar ist.

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