Globaler Klimastreik – Demo am 20.9.2019

Liebe SoLawisten,

wenn am Freitag, 20.9.2019, der Globale Klimastreik mit einer großen Demo (ab 12 Uhr am Opernplatz) begangen wird, werden auch viele Mitglieder von Solidarischen Landwirtschaftsinitiativen mitlaufen. Die „Solawi 42“ aus Frankfurt hat jetzt dazu aufgerufen, gemeinsam als Solawi-Gruppe teilzunehmen.

Zur Vorbereitung lädt Solawi 42 zu einem Demo-Workshop ein: Am Mittwoch, dem 18.09.2019, von 17 bis 20 Uhr, können im Mehrzweckraum und in der Scheune in Alt-Eschersheim 42 gemeinsam Plakate und Transparente gemalt werden. Zur Verfügung steht Werkzeug zum tackern, sägen und schrauben.

Bringt bitte mit:
– wasserfeste Farben
– Pinsel und Gläser
– Kartons, Tücher, Stifte und Farben
– ein paar alte Zeitungen als Unterlagen
– Stäbe, wer welche vorrätig hat
– ggfs. Stoffmalstifte für T-Shirts…

Wer Lust hat mitzumachen, schreibt bitte eine kurze Mail an info@solawi42.org .

Hochsommer auf dem Luisenhof

Die Sommer-Fruchtgemüse (Gurken, Zucchini, Tomaten, Paprika, Auberginen) wachsen bei dieser Wärme sehr gut, sie müssen aber täglich bewässert werden, denn der Boden ist schon wieder sehr trocken. Unbeliebt ist diese Witterung bei der Familie der Kohlgewächse.

Für die großen Flächen betreiben wir Getreideanbau – 10 Hektar Weizen und 5 Hektar Roggen – der an die Firma Bauck vermarktet wird. Das Getreide wird „im Lohn gedroschen“, d.h. den Mähdrescher samt Fahrer bestellen wir beim Bodenverband. Bei diesem Wetter wollen natürlich auch die anderen Bauern der Region dreschen, deshalb gibt es ein regelrechtes Gedrängel um die Maschinen. Der Mähdrescher arbeitete sehr schnell, weil er ein breites Schneidwerk hat – eigentlich ist er für uns ein bisschen zu schnell. Wir müssen jetzt viele Wagen bereit stellen, da wir so schnell gar nicht einlagern können. Mit dem Wagen wird das Korn vom Feld geholt und in einen sogenannten Körner-Sumpf gekippt. Von dort wird es ins Silo verfrachtet. Der Zeitpunkt des Dreschens war optimal, denn das Getreide kam trocken genug vom Feld und muss nicht nachgetrocknet werden. Wenn die Nächte wieder kühler sind, wird mit einem Gebläse von unten kalte Luft durch das Getreide gepustet. Es verbleibt bei uns im Silo, bis die Firma Bauck es abholt, irgendwann im Laufe des Winters oder bis zum Frühling.

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Weniger Plastik im Alltag

Heute stellt SoLawistin Katharina den Arbeitskreis „Weniger Plastik“ vor:

Hallo,

wie auf dem letzten Treffen der Solawisten auf dem Luisenhof erwähnt, gibt es im Umfeld einen Arbeitskreis, der sich mit dem Verzicht auf unnötige Dinge aus Kunststoff beschäftigt.

Wir treffen uns seit Anfang 2018 immer am zweiten Montag im Monat. Mittlerweile haben wir so einige gemeinsame Aktionen gemacht und bemühen uns, immer mehr Menschen einzubinden. Dazu gehören sowohl Privatpersonen, die bei unseren Treffen herzlich willkommen sind, als auch Gewerbetreibende etc. Ein paar Aktionen beschreibe ich kurz, damit Ihr eine Vorstellung bekommt, was wir so machen und ob es sich lohnt, mal vorbeizukommen:

Wir haben eigene Gesichtscreme hergestellt, die ohne Mikroplastik auskommt. Wir haben Wachstücher gemacht, die Küchenfolie ersetzen kann – um Käse zu verpacken etc. Wir haben Reinigungsmittel nach verschiedenen Rezepten ausprobiert und können nun auf einige Chemikalien und ihre Plastikverpackung verzichten.

Es gibt einen Teil unserer Gruppe, der sich unter dem Logo „Schöneck-verpackt-net.“ an die Kleingewerbetreibenden unserer Gemeinde gewendet hat. Diese bekommen eine Internetseite und können auch in ihren Läden aushängen, dass sie auf bestimmte Kunststoffverpackungen o.Ä. verzichten.

Ein anderer Teil nahm Kontakt mit unserem Rewe in Kilianstädten auf, wo wir demnächst einen Probetisch und Plakate für die Kunden haben werden, damit sich jede/r informieren kann, wie weit Kunststoff ersetzbar oder vermeidbar ist.

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Impressionen vom Luisenhof

Wie steht’s um das Gemüse? Um diese drängende Frage zu beantworten, zeigen wir Euch heute, wie es auf dem Acker und in den Gewächshäusern aktuell aussieht. Gurken, Tomaten, Bohnen und Zwiebeln können in absehbarer Zeit geerntet werden, auf Zucchini, Möhren und Kürbis müsst Ihr noch ein bisschen warten. (Ein Bild anklicken, dann öffnet sich die Galerie)

Solidarisches Tempo in den Abholstellen?

Liebe SoLawisten,

in der letzten Rundmail wurde der Vorschlag gemacht, dass SoLawis, die sich Anteile teilen, die Teilung aufgrund der beengten Platzverhältnisse außerhalb der jeweiligen Abholstelle vornehmen. Hintergrund waren Beschwerden von SoLawis, denen diese Prozedur gelegentlich zu lange dauert.

Dieser Vorschlag kam bei einigen Mitgliedern nicht gut an, sie meldeten sich per Mail und argumentierten gegen diese Änderung. So schreibt Bettina:

„Anteile teilen, aber hoppla – sind wir nicht eine solidarische Gemeinschaft? Ich bin einige Zeit dabei. Es gibt schnelle Solawisten, Langsame , Unverschämte, Redselige, mit und ohne Anhang, alte Junge, junge Alte etc. Ich habe manchmal lange warten müssen, weil manche überfordert sind, mehrere im Raum waren usw.
Solidarisch heißt für mich, immer wieder abzuwägen, warum etwas so ist wie es ist. (…) Vielleicht sollte man bei der Aufnahme einen Test machen, wie schnell jemand die Waren abgreift. Die Langsamen werden dann einfach nicht aufgenommen. Das ist doch Solidarität – die Schnellen sind unter sich!
Wir erwarten Gemüse mit Qualität, das mit sehr viel Mühe für uns großgezogen wird und wollen in Sekunden unsere Körbe füllen und abhauen?! Dann kann ich auch zu ALDI gehen!“

Eine andere SoLawistin schreibt:

„Ich finde die Aufforderung, den Anteil woanders zu teilen leider ziemlich unsolidarisch in einer eigentlich solidarischen Gemeinschaft. Meine Bekannte könnte nämlich sonst nicht am Solawi teilnehmen, da ihr selbst der halbe Ernteanteil zu viel wäre, wir sind quasi sogar doppelt solidarisch.“

Es sind noch mehr Mails in diesem Sinne eingegangen. Um die Diskussion nicht „hinter verschlossenen Türen“ zu führen, wollen wir mit diesem Text die Diskussion eröffnen und Lösungen finden.

Wir freuen uns auf Kommentare!

Ein schönes Treffen auf dem Luisenhof

Am 26. Mai haben wir uns auf dem Luisenhof getroffen. Die SoLawisten haben geackert und gejätet, den Hof und einander kennengelernt und über die Weiterentwicklung der solidarischen Gemeinschaft mit dem Luisenhof gesprochen. Nach dem Genuss von Kaffee, Kuchen und anderen Leckereien fanden sich die SoLawis in Gruppen zusammen, um über Probleme und Verbesserungen in ihrer jeweiligen Abholstelle zu diskutieren.

Anbei einige Impressionen des sonnigen Tages. (Ein Bild anklicken, dann öffnet sich die Galerie)

Abschied und Neubeginn: Wie Bienen sich vermehren

Luise lässt uns heute an der Entstehung eines neuen Bienenvolks teilhaben. Von einem ihrer Muttervölker ist ungefähr die Hälfte der Bienen mit einer Königin losgeflogen, sie bilden zuerst eine Schwarmwolke und sammeln sich dann als Schwarmtraube. In acht Metern Höhe haben sich die Bienen auf einem Ahornbaum niedergelassen. Die Kunst des Imkers ist es nun, die Schwarmtraube in eine neue Behausung zu bekommen, denn Luise will das neu entstehende Bienenvolk verschenken. Mithilfe einer Gabelstaplerkiste wird der Ast mit der Schwarmtraube herabgelassen. Luise schüttelt den Ast mit der Schwarmtraube kräftig in einen Beutel ab und klappt ihn zu. Die nächste vorübergehende Behausung ist ein Pappkarton. Am Abend sieht man viele Bienen außen am Karton hängen. Bevor der neue Schwarm sein endgültiges Zuhause bei Freunden in Frankfurt findet, wird er in eine Holzkiste umgelagert.

Luise erklärt: „So läuft es beim Schwärmen ab. Das ist die ganz normale Weise, wie Bienen sich vermehren, eine Art Neugeburt. Einmal komplette Auflösung, dann Schwarmtraube. Es war gut, dass die Nacht kalt war, dann zieht sich die Traube eng zusammen, dadurch wissen die Bienen nicht mehr, aus welchem Volk sie stammen. Sie können nicht mehr zurückfliegen und sich in die neue Behausung einfliegen.“

Es sind wunderschöne Fotos entstanden. (Ein Bild anklicken, dann öffnet sich die Galerie)