Herausforderungen einer wachsenden Gemeinschaft

Am vergangenen Samstag traf sich die erweiterte SoLawi-Kerngruppe auf dem Luisenhof zu einem Workshop, um über die Herausforderungen unserer solidarischen Gemeinschaft im neuen Erntejahr zu diskutieren. Moderation und Beratung übernahm Gerrit Jansen vom bundesweiten Netzwerk Solidarische Landwirtschaft.

Weil sich seit Herbst sehr viele Interessenten gemeldet haben, die sich für die Idee des „Ernte teilens“ begeistern, wird sich die SoLawi Luisenhof vergrößern. Der Hof von Luise und Daniel bietet hierzu auch ausreichend Kapazitäten.

Gerrit fasste zu Beginn des Vormittags noch einmal die Grundidee der solidarischen Landwirtschaft zusammen:

„Teilen ist keine Dienstleistung. Bei der SoLawi teilen sich Landwirte und VerbraucherInnen die damit verbundene Verantwortung, das Risiko, die Kosten und die Ernte. Für den Landwirt bedeutet das, dass er ein festes Budget hat, mit dem er wirtschaften kann und dass er sich nicht um den Absatz kümmern muss.“

Im Unterschied zur nach Hause gelieferten Gemüsekiste sei die solidarische Landwirtschaft eine von der Gemeinschaft getragene Landwirtschaft. 20 verschiedene SoLawi-Projekte kennt Gerrit von innen, manche davon bestehen aus nur sieben oder acht Mitgliedern, viele davon haben kein Lager und im Winter deshalb kein Gemüse.

„Der Luisenhof ist die Luxusvariante der solidarischen Landwirtschaft. Dennoch sind die Herausforderung einer Vergrößerung der SoLawi nicht zu unterschätzen, denn mit der Vergrößerung entsteht eine neue Dynamik“, erklärt Gerrit.

Gerrit Jansen (links) berät die SoLawi Kerngruppe

„Was müssen wir tun, damit alle begreifen, dass wir eine Gemeinschaft sind?“, lautet deshalb auch Gerrits Frage an die TeilnehmerInnen des Workshops. Und: „Welche neuen Strukturen muss die Gemeinschaft aufbauen?“

Antworten und Ideen aus dem Teilnehmerkreis:

– Anonymität verringern
– Mithilfetage anbieten
– Neue Abholstellen/Depots in weiteren Stadtteilen einrichten
– Ansprechpartner für Abholstellen einrichten
– Kennenlern-Gelegenheiten schaffen, damit sich alle SoLawisten einer Abholstelle kennenlernen
– Verantwortung für die eigene Abholstelle übernehmen, z.B. Kisten stapeln, durchfegen, Birne auswechseln.
– Patenschaften für neue Mitglieder
– Fragebögen zur Zufriedenheit

Auf weitere Ideen unserer alten und neuen SoLawi-Mitglieder freuen wir uns beim Begegnungstreffen auf dem Luisenhof, das voraussichtlich im Mai stattfinden wird.

Ein Gedanke zu “Herausforderungen einer wachsenden Gemeinschaft

  1. Von meiner Seite hätte ich den Vorschlag zu machen durchaus auch einen direkten Kontakt zu anderen Solawis aufzunehmen, z. B. eine Gruppe aus Marburg https://solawi-marburg.de macht einen guten Eindruck auf ihrer Webseite. Sie arbeiten scheint’s auf der Grundlage von Arbeitskreisen, die für das eine oder andere sich verantworten. Schaut nach.

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